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Ausbildung zum Mechatroniker

Posted by on 21. November 2011

In den letzten 10 Jahren wurde der Beruf Mechatroniker eingeführt und mit der Zeit immer erfolgreicher. Der Beruf ist für den KFZ Bereich, wie auch für die Anlagentechnik verfügbar. Ich beziehe mich hier hauptsächlich auf letzeres, obwohl natürlich viele Parallelen vorhanden sind.
Gab es früher nur Berufe wie Mechaniker oder Elektroniker, kann ein Mechatroniker heute beides bewerkstelligen. Natürlich, dauert die Ausbildung daher etwas länger und in vielen Bereichen hat er nach abgeschlossener Ausbildung nicht die gleiche Übung wie ein reiner Mechatroniker oder Elektroniker, aber die bekommt er mit der Zeit von selbst.

Mechatronik ist aber mehr, als nur Mechanik und Elektronik. Was viele nicht wissen, das Berufsfeld des Mechatronikers schließt noch ein weiteres Gebiet mit ein, das vom Namen her aber nicht her leitbar ist. Die Informatik ist der dritte Teil, in welchen man als Mechatroniker eingeführt wird.
Natürlich ist das wissen hier weit entfernt vom Studium, aber viele wichtige Grundlagen muss der Mechatroniker trotzdem beherrschen. So werden in der Berufsschule sowie in der Arbeit oftmals auch einmal kleine SPS (Speicherprogrammierbare Steuerungen) aufgebaut und Programmiert.
Zum Grundsätzlichen Aufbau ist bei diesem Handwerksberuf zu sagen, es findet etwa ¼ der Zeit in der Berufsschule statt, wo man überwiegend Theorie erlernen darf.

Jedes Jahr,  in Summe sind es 3.5 Jahre, steigt das Niveau und so empfiehlt es sich besonders  am Anfang am Ball zu bleibe, dann bekommt man auch später keine großen Probleme und es kommt einem sogar leichter vor, da man mehr und mehr in der Materie steckt.

Der praktische Anteil des Handwerksberufes Mechatroniker findet natürlich in der Firma statt, die einem den Ausbildungsplatz bereitstellt. Hier ist es besonders am Anfang eine Frage der Geduld.
Es heißt Feilen, Feilen, Feilen, der Mechatroniker ist eben auch ein Mechaniker und diesen Teil der Ausbildung haben sie leider übernommen.

Das Feilen ist jedoch wichtig, man bekommt hier ein Gefühl für das Material Metall und meiner Meinung nach kann man sehr seine Geduld trainieren. Man merkt hier bei den Azubis, wer Disziplin und Geduld hat.  Hat man diesen Teil der Ausbildung (in der Regel 6-8 Wochen) hinter sich geht es an die anderen mechanischen Bereiche wie Fräsen oder Drehen. Zuvor wird je nach Betrieb noch das Biegen gelernt  und selbstverständlich das Bohren im Allgemeinen, was oft jedoch bereits mit dem Feilen zusammen hängt und so in dieser Zeit eine willkommene Abwechslung bietet.
Das war es dann auch schon vom Handwerk der Mechanik. Insgesamt vergeht so auch meist das erste Jahr der Ausbildung.

Im Folgenden wird die Elektronik gelernt, hier geht es natürlich auch mit den Grundlagen los.
Hat man diese hinter sich und ist im Beispielsweiße im Stande Kabel ab zu isolieren und einzuklemmen, wird sich hier spezialisiert. Da unterscheidet sich der Beruf natürlich sehr von Firma zu Firma. Je nach Bedarf wird hier anderes gelehrt, aber ab jetzt beginnt auch der Teil, wo man aktiv im Betrieb mitarbeitet.

Ist man ebenfalls in Bereich der Elektronik fit, geht es an die Informatik. In der Berufsschule wird das ebenfalls etwas später, eben abgestimmt zum praktischen, durchgenommen. In vielen Betrieben wird dieser Bereich aber oftmals kürzer durchgenommen, als es eigentlich sein solle. Als Mechatroniker ist man nicht so oft damit Konfrontiert, aber es ist wichtig ein grundsätzliches Verständnis dafür zu haben.

Nach den 3.5 Jahren steht dann noch die Abschlussprüfung bevor, sie stellt eigentlich kein Problem dar. Hat man in der Berufsschule hin und wieder aufgepasst und gelernt ist die Theorie kein Problem.
Der Praktische Teil wird mit der Arbeit abgestimmt und es wird sich hier ein Projekt überlegt, so macht man in der Abschlussprüfung des Handwerksberufes auch genau das, was man in der Arbeit die letzten Jahre gemacht hat.

Für mich selbst gilt, ich bin inzwischen leider kein aktiver Mechatroniker mehr, ich wollte nach der Ausbildung noch mehr wissen und so entschied ich mich für ein Studium. Für mich persönlich gilt, das erlernen des Berufes hat mir sehr viel gebracht und ich bin dadurch im Stande fast alles Handwerkliche selbst zu machen. Jetzt bin ich nebenbei Webmaster und wünsche mir oftmals das Werkzeug wieder, welches ich in der Arbeit benutzen konnte. Solch Webmaster Werkzeug wird es aber wohl leider aber nie geben.

Die Handwerkskunst verlernt man so schnell natürlich nicht, daher ist mein Fazit über diesen Beruf auch relativ eindeutig: Es hat sich sehr gelohnt, Mechatroniker zu lernen und bringt mir immer noch sehr viel, ich kann es jedem empfehlen, der Interesse für Handwerkliche Arbeit hat. Trotzdem gilt natürlich, Lehrjahre sind keine Herrenjahre, man wird schon mal mit Öl  oder anderem Schmutz voll.

Bildquelle: EtherH @ flickr

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